Zustiege

Die Hütte ist zu erreichen über den Ort Sölden (1350m) im Ötztal oder über den Ort Neustift (993m) und die Stubaier Gletscherbahn im Stubaital.

Von Sölden führt ein gut ausgeschilderter breiter, teils schattiger Weg in das Windachtal zu Fiegl’s Gasthaus (1956m, 2 Std.). Dieser Abschnitt kann auch mit dem Bus bzw. Taxi der Ötztaler Verkehrsgesellschaft zurückgelegt werden (Fahrplan hier, Taxi-Service auf Anfrage bei der ÖVG, Tel.: +43 (0) 5254 3550). Von Fiegls Gasthaus wandert man leicht ansteigend durch das breite Windachtal bis zu einem schönen schmiedeeisernen Wegweiser. Von hier gibt es zwei Möglichkeiten des Aufstiegs: Der Ludwig-Aschenbrenner-Weg bietet einen flachen und eher leichten Anstieg, der Gaiskar-Weg ist steiler und dadurch kürzer (ca. 3 Std.). Ein Rucksack-Transport mit der Materialseilbahn ist nach frühzeitiger Anmeldung möglich.

Von Neustift fährt man mit dem Bus oder PKW zum Talschluß des Stubaitals. Von hier kann man entweder zu Fuß über die Dresdner Hütte zur Bergstation (Eisgrat 2850m oder Bildstöckljoch/Jochdohle 3144m) der Stubaier Gletscherbahn gelangen oder mit selbiger hinauf fahren. Die Stubaier Gletscherbahnen sind im Normalfall vom ersten Wochenende im Juli bis etwa 10. September in Betrieb. Von der Bergstation aus beginnt eine ca. 1-stündige Tour abwärts zur Hütte. Die Route führt über den Gaiskarferner (Gletscherquerung meist mit Stangen markiert) und eine Seitenmoräne, danach auf einem markierten, teils versichertem Steig am Grat entlang hinab zur Hütte. Der Weg bietet herrliche Ausblicke in die umliegende Berglandschaft.

Von Hütte zu Hütte

Eine schöne Hüttenwanderung führt in sechs Tagen von Sölden bis zur Hochstubaihütte. Eine detaillierte Beschreibung mit den am Wege liegenden Hütten, Wegbeschreibungen, Telefonnummern etc. und einer Kartengrafik kann hier heruntergeladen werden.

Söldens stille Seite (4.55MB, pdf)

Übergänge

Übergang zur Siegerlandhütte über das Gamsplatzl, gletscherfrei, ca. 2,5 Std. Von der Hütte talwärts zweigt bald der Weg zur Siegerlandhütte ab (Weg 140, Hinweistafel) hinunter zum Gaisbach (ca. 2750m). Jenseits quert der Weg unterhalb des Pfaffenferners und führt über einen Blockrücken und ein kleines Kar (im Frühsommer Firn) hinauf zum Gamsplatzl (3019m). Von hier geht es steil hinab in das große Kar unterhalb des Triebenkarlasferners. Am Triebenkarsee (2695m, auch “Erbstwurstsee” genannt) vorbei quert man die “Scheiblehn” - steile Hänge über dem hintersten Windachtal - und steigt schließlich zur bereits sichtbaren Siegerlandhütte empor (2710m).

Übergang zur Sulzenauhütte ist wegen des starken Gletscherrückgangs am Sulzenauferner nur noch über die Dresdnerhütte und das Beiljoch möglich. Der Abstieg vom Pfaffenjoch oder vom Zuckerhütl über den Sulzenauferner zur Sulzenauhütte ist nicht mehr möglich.

Übergang zur Müllerhütte über das Pfaffenjoch, Gletschertour, ca. 4,0 Std. Von der Hütte nordostwärts um den See herum und auf gesichertem Weg hinab in das Geröllfeld vor dem Pfaffenferner. Über den Ferner und an dessen nördlichem Rand empor zum Pfaffenjoch (3212m, 1 Std.). Von dort steigt man in einem Rechtsbogen (SSO) über den mäßig geneigten Gletscher zum Pfaffensattel ca. 1 Std. Von dort direkt über den Rücken zum Gipfel des Widen Pfaff ca. 30 Min. Über seinen Ostgrat kann zur Müllerhütte abgestiegen werden (Drahtseil, 1,45 Std.).

Übergang zur Dresdnerhütte über das Eisjoch (Bildstöckljoch), Gletschertour, ca. 3,0 Std. Von der Hütte folgt man dem Weg zum Bildstöckljoch (Eisjoch 3133m). Von hier geht es abwärts am rechten Rand der Skipiste zur Bergstation der Seilbahn “Eisgrat” (2850m). Links der Station geht es weiter abwärts durch die “Gamsgarten” und am gleichnamigen Restaurant vorbei auf den Weg 102 am Zollhaus vorbei zur Dresdnerhütte (2308m).

Übergang zur Hochstubaihütte über die Fräulasköfel, den Seekarsee und die Himmelsleiter, einfache Gletschertour, ca. 6 Std. Zunächst führt der Weg von der Hütte über einen markierten Steig zum Gaiskarferner, dann nordwestwärts ansteigend zur Jochdohle (Scharte, 3149m). Von hier über den Windacher Ferner, nördlich der Schlepplifttrasse hinab bis ans Ende des Liftes. Hinter der Liftumlenkung beginnt ein markierter Weg im Fels. Von dessen Ende kurz noch einmal den Windacher Ferner queren und nach Süden über Blockgelände steil in in eine Scharte (3034m) hinaufsteigen. Hier beginnt ein markierter Wanderweg, der über die Fräulasköfel und das Warenkar zum unteren Seekarsee (2655m) hinab führt. Vorbei am oberen Seekarsee steigt man über die steilen Stufen der Himmelsleiter hinauf zur Hochstubaihütte (3178m). Der alte Weg über die Warenkarscharte ist auf Grund des Gletscherrückgangs und der erhöhten Steinschlaggefahr nicht mehr zu begehen.

Gipfeltouren

Von der Hütte aus sind viele schöne Gipfel zu erreichen. Teilweise sind die Pfade markiert und an schönen Tagen wird man durch herrliche Fernblicke  belohnt. 

Schußgrubenkogel, 3211m Von der Hütte folgt man zunächst dem Weg Richtung Bildstöckljoch. Statt zum Gaiskarferner hinabzusteien, folgt man dann stets dem Moränen- und Blockgrat südlich des Ferners. Auf unmarkiertem Weg über Blockgelände zum Gipfel. (ca. 1 Std.)

Stubaier Wildspitze, 3340m Vom Bildstöckljoch (s.o.) steigt man oberhalb des Bildstöcklferners auf bis unter die Südflanke der Wildspitze, von hier über einen Geröllhang in eine markante Scharte im Südostgrat, ca. 3235m. Nun über Bänder unter dem Ostgrat in die Südwand und durch einige Rinnen zum Gipfel. (Normalweg von Süden, ca. 1 Std.)

Schaufelspitze, 3333m Über den Gaiskarferner hinauf zum Schaufeljoch (3158m, Bergstation der Schaufeljochbahn). An der kleinen Kapelle vorbei durch die Flanke und unterhalb des Südwestgrates auf Trittspuren zum Gipfel (ca. 40Min. vom Joch).

Wilder Pfaff, 3458m Vom Pfaffensattel (s. Übergang zur Müllerhütte) direkt über den Rücken zum Gipfel, 30 Min. Über den Ostgrat kann zur Müllerhütte abgestiegen werden. (Drahtseil, 1,45 Std.)

Gaiskogl, 3129m Nordgrat vom Gamsplatzl (s. Übergang zur Siegerlandhütte). Zunächst folgt man ca. zwei Seillängen der Gratschneide (2), um anschließend zwei Seillängen in der Westflanke (Achtung: sehr brüchig und steinschlaggefährdet) des Gaiskogels zu queren (1). Nun folgt man eine Seillänge einem schrägen Riß zurück auf die Gratschneide (3+, 1RH). Nach weiteren zwei Seillängen (2) erreicht man den Gipfel des Gaiskogels (ca. 1,30 Std. vom Gamsplatzl). Der Normalweg auf den Gaiskogel führt recht ermüdend vom Triebenkarsee (2695m) (s. Überg. z. Siegerlandhütte) hinauf. Vom Gamsplatzl kommend zweigt man vor dem Überschreiten des Triebenkarlasbaches nach rechts ab. Am Südufer des Sees vorbei steigt man durch die geröllige Südostflanke des Gaiskogels und folgt wenig ausgeprägten Trittspuren durch brüchige Schrofen auf den Gipfel ((1) ca. 2 Std.).

Zuckerhütl, 3505m Vom Pfaffenjoch (s. Übergang zur Müllerhütte) steigt man am Sulzenauferner in ostsüdöstlicher Richtung - an der Zuckerhütl-Nordwand vorbei - leicht ansteigend in den Pfaffensattel. Nun direkt auf das Zuckerhütl zusteuern und über die flachen Reste des Firngrats zum Fels aufsteigen. Im teilweise brüchigen Fels, den roten Punktmarkierungen folgen. Zuerst am Ostgrat und dann in der Südflanke über gut gestuften Fels zum Gipfel klettern (bis 2).