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Liebe Berg- und Kletterfreunde,
so viel ist mal wieder nicht zu berichten über die Aktivitäten
des Sommer, daher wird dieser Bericht nicht so lang.
Nach dem langen und schneereichen Winter ersehnten alle den Frühling
und die Gelegenheit, wieder mit dem Klettern in der freien Natur beginnen
zu können. Leider war das Wetter aber oft recht wechselhaft, trotzdem
konnten wir endlich mal wieder zum Nachtklettern fahren – eine wichtige
Übung für die Durchführung hochalpiner Touren mit frühzeitigem
Aufbruch. Jana, Jürgen und Patrick fuhren mit mir in den Harz an
die Marienwand und übten das Klettern im Schein der Stirnlampe. Die
drei waren recht beeindruckt von diesem doch recht ungewöhnlichen
Erlebnis. Oft mussten wir uns auch andere Ziele suchen, da die Planungen
von der Witterung über den Haufen geworfen wurden. Einige Male besuchten
wir – statt an den Fels zu fahren - die Campo-Arena in Hannover/
Anderten. Die Halle war bei dem herrschenden Wetter sicher die bessere
Alternative, und mit den bis zu 12m hohen Touren haben wir uns jeweils
ausdauernd beschäftigt. Einziger Wermuttropfen war der Lärmpegel
in so einer „Funsport“-Halle!
Besonders Highlight war im Juni die Teilnahme am Turmfest der Kirchengemeinde
St. Andreas.
Die Veranstalter fragten bei uns an, ob wir uns vom Andreasturm abseilen
können – mit Freuden haben wir zugesagt! Durch eine kleine
Luke kurz über der Dachrinne stiegen wir auf das Dach und seilten
uns 60 m freihängend ab. Die dazu notwendigen Seile wurden uns freundlicherweise
von der Bergsportzentrale zur Verfügung gestellt – vielen Dank,
Jens! Als Hinweis darauf haben wir ein Werbeschild der Bergsportzentrale
aufgestellt. Die Jugendgruppe nutze die Veranstaltung gleich für
ihre Wochenendaktion, so daß nicht nur die Klettergruppe anwesend
war. Für viele war es das erste Mal, aus so einer Höhe freihängend
abzuseilen. Zehn Erwachsene und 15 Jugendliche nutzen diese einmalige
Gelegenheit für ein außergewöhnliches Erlebnis. Vielen
Dank dafür der St. Andreasgemeinde! Gerne werden wir diese Aktion
beim nächsten Turmfest wiederholen.
Fahrten zu Ostern fanden in diesem Jahr nicht statt; leider hatte niemand
die nötige Zeit dafür. Auch ein Ziel für eine Gruppenfahrt
in die Alpen konnten wir nicht finden.
Weiterhin sind wir auch im Ausbildungsreferat aktiv, sowohl bei den Ausbildungen
hier als auch beim Tourenangebot für die Alpen.
Über die Planungen des nächsten Kletterwettkampfes informiert
ein extra Bericht. Trotzdem auch hier noch einmal der Aufruf, uns tatkräftig
zu unterstützen!
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Das Konfliktfeld Klettern-Naturschutz scheint zur Zeit relativ ruhig
zu sein, inzwischen wurden ja schon einige Nutzungsverträge unterzeichnet.
Das ganze hat sich wohl etwas entspannt. Trotzdem ist es weiterhin selbstverständlich,
die aufgestellten Regeln zu befolgen! Außerdem wird der Ith als
Naturschutzgebiet ausgewiesen; allerdings wird es für die Kletterer
wohl keine noch weitreichendere Einschneidungen geben. Auch der Unterhalt
des Wegenetzes bedeutet viel Arbeit; leider stehen die Wegebautermine
für 2007 noch nicht fest. Und ich möchte auch nicht immer als
einziger von unserer Sektion da mitmachen!
Nach Erscheinen dieses Berichtes steht sozusagen das Hüttenwochenende
Malepartus vor der Tür sowie im Dezember unsere Braunkohlwanderung.
Nach den Feiertagen geht es mit dem Neujahrs klettern gleich wieder los!
Zwei Wochen später soll dann auch die Langlaufsaison beginnen, und
schön zugefrorene Wasserfälle zum Eisklettern wären auch
wünschenswert.
Die späte Lage der Ostertage gestattet es, diesmal wieder um Ostern
in den Süden zu fahren. Der Gardasee ruft! Und dann ist es wieder
an der Zeit, eine sommerliche Kletterfahrt auf die Beine zu stellen. Uli
hat für dafür die westlichen Zillentaler Alpen vorgeschlagen,
in denen es schöne Klettereien auf Gneis und Granit gibt.
Außerdem beschäftigen wir uns ja nun schon geraume Zeit mit
der Planung einer richtigen Kletterhalle. Eine von uns in Auftrag gegebene
wirtschaftliche Machbarkeitsstudie sagt aus, daß so eine Anlage
bei uns durchaus erfolgreich betrieben werden kann, liegt Hildesheim doch
sozusagen im Herzen der niedersächsischen Klettergebiete. Wir haben
nun als nächsten Schritt einen Wettbewerb an der Fachhochschule ausgeschrieben,
in dem die angehenden Architekten ihre Vorstellungen einer Kletterhalle
einreichen können. Für die besten Vorschläge haben wir
ein Preisgeld ausgesetzt. Darauf können wir bei unseren endgültigen
Planungen aufbauen, aber auch die Ergebnisse des Wettbewerbes z.B. für
eine genauere Kostenkalkulation heranziehen, da die im Gutachten angegebenen
Kosten bisher nur auf Schätzungen beruhen. Der Stand der Planungen
wird bei der nächsten Mitgliederversammlung bekannt gegeben, und
vielleicht kann das Vorhaben sogar zur Abstimmung gebracht werden.
Natürlich sind alle Nutzer der bisherigen Kletterwand brennend daran
interessiert, sich mit einer größeren Anlage der Zwänge,
die die Nutzung einer Wand in einer Sporthalle mitsichbringt zu entledigen.
Bis demnächst an der Kletterwand!
Andreas
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