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Liebe Berg- und Kletterfreunde,
so viel ist nicht zu berichten über die Aktivitäten des vergangenen
Jahres und Winters, daher wird der Bericht ausnahmsweise recht kurz.
Ausreichend Schnee im Harz gab es ja erst ab Ende Januar; so konnten die
wenigen Langlauf-begeisterten erst im Februar einige Male in die Loipe.
Bis zum Frühlingseinbruch Ende März waren dann aber auch beste
Loipenverhältnisse vorzufinden!
Die Osterfeiertage lagen dieses Jahr ja sehr früh, und so starteten
die Fahrten Richtung Gardasee erst Ende April bzw. im Mai – das
hat den Vorteil, daß es doch deutlich wärmer ist und bei wolkenverhangenem
Himmel nicht gleich der Polarfleece angezogen werden muß. Dafür
gibt es Schlangen, so dicke schwarze…
Weiterhin sind wir auch im Ausbildungsreferat aktiv, sowohl bei den Ausbildungen
hier als auch beim Tourenangebot für die Alpen.
Rechtzeitig zu den nachösterlichen Kletterfahrten im April war es
dann auch warm genug, um die ersten Gehversuche am Fels zu unternehmen.
Leider war aber das Wetter oft recht wechselhaft, so mußte z.B.
das Nachtklettern – eine wichtige Übung für die Durchführung
hochalpiner Touren mit frühzeitigem Aufbruch – mal wieder wegen
Nässe ausfallen. Oft mußten wir uns auch andere Zie-le suchen,
da die Planungen von der Witterung über den Haufen geworfen wurden.
Dafür waren wir erstmals seit einigen Jahren wieder im Selter. Die
Kletterei dort ist ja nach wie vor durch Kon-flikte mit den Grundeigentümern
gefährdet. Leider wurde der Klettertag abrupt beendet, eine Klet-terin
wurde durch einen vom Vorsteiger herausgerissenen Block am Brustkorb getroffen.
Glück-licherweise stellte der herbeigerufene Notarzt keine schwerwiegenden
Verletzungen fest. Aber wenn der Wacker sie auf den Kopf getroffen hätte…
Einmal besuchten wir auch die Campo-Arena in Hannover/Anderten. Die Halle
war bei dem strö-menden Regen sicher die bessere Alternative, und
mit den bis zu 12m hohen Touren haben wir uns ausdauernd beschäftigt.
Einziger Wermuttropfen war der Lärmpegel in so einer „Funsport“-Halle!
Erst der Herbst brachte halbwegs stabiles Wetter, so daß wir bis
weit in den Oktober hinein noch unseren Felshunger stillen konnten; Kletterziel
waren meistens die Klippen am Ithpaß.
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Selbst als wir
uns im November in der Malepartushütte zu unserem traditionellen
Hüttenwochen-ende trafen, ist noch eine große Gruppe ins Okertal
an die Marienwand gefahren, um in den nur noch wenig wärmenden Strahlen
der Novembersonne noch einige Seillängen im Granit klettern zu können.
Allerdings kamen auch die Brockenwanderer auf ihre Kosten; wenig Wind,
Sonne und Fernsicht finden sich dort oben nicht oft – schon gar
nicht im November!
Belohnt wurden Wanderer wie Kletterer abends durch üppige Mehrgängemenüs.
Ausgesprochen unterhaltsam waren die Versuche, ein Notebook mit einem
Videobeamer kommunizieren zu las-
sen – es dauerte einige Zeit, bis die Runde in den Genuß unterhaltsamer
Klettervideos kam. Die urtümliche Diatechnik funktionierte hingegen
reibungslos.
Die jährliche Braunkohlwanderung führte uns vom Söhrer
Forsthaus über den Tosmarberg zum Waldfrieden in Groß Düngen.
Dort stärkten wir uns nach der wahrlich anstrengenden 90minütigen
Wanderung bei lobenswertem Grünkohl, auch die a la Carte –
Esser waren vollauf zufrieden.Der Rückweg wurde ein wenig verkürzt,
um sich mit den bregenwurstschweren Mägen noch einige Stunden die
Kletterwand hinaufquälen zu können!
Das Neujahrsklettern mußte leider ausfallen, zu unfreundlich zeigte
sich das Wetter.
Allerdings waren die Schneeverhältnisse bereits Mitte Dezember so
gut, daß sich der Weg in den Harz zu einigen Langlauftouren durchaus
lohnte. Auch im Januar und Februar konnten viele Kilo-meter in den Loipen
des Harzes zurückgelegt werden.
Im Januar konzentrierte sich die Arbeit fast völlig auf die Planungen
für den Kletterwettkampf am 22.01.; seht hierzu bitte den gesonderten
Beitrag!
Das Konfliktfeld Klettern – Naturschutz scheint zur Zeit relativ
ruhig zu sein, inzwischen wurden ja schon einige Nutzungsverträge
unterzeichnet. Trotzdem ist es weiterhin selbstverständlich, die
aufgestellten Regeln zu befolgen! Um so mehr, seit die Ausweisung des
Iths als Naturschutzgebiet wohl beschlossene Sach ist. Auch der Unterhalt
des Wegenetzes bedeutet viel Arbeit; die Wege-bautermine für 2006
sind im Terminkalender nachzulesen. Und ich möchte auch nicht immer
als einziger von unserer Sektion da mitmachen!
Hoffentlich wird sich die Lage in Zukunft durch die bundesweite Anerkennung
des DAV als Na-turschutzverband weiter entspannen.
Die späte Lage der Ostertage gestattet es, diesmal wieder um Ostern
in den Süden zu fahren. Und dann ist es wieder an der Zeit, eine
sommerliche Kletterfahrt auf die Beine zu stellen, in den Kaiser, die
Sella oder in den Schweizer Granit von Urner Alpen oder Bergell!
Bis demnächst irgendwo am Felsen!
Andreas
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