Klettervorführung
und Publikumsklettern |
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| In den letzten Jahren wurden viele Felsen im Okertal freigestellt mit dem Ziel, die Fichten-Monokultur zu einem lichten Mischwald zurückzuführen. Das Ergebnis dieser Bemühungen wollte der NDR an diesem landesweiten „Sonntag für Naturschutz“ vorstellen und hatte unter dem Thema „1-2-3-Felsen frei!“ zu einer Stationenwanderung von Romkerhalle zum Kästehaus eingeladen. | ||||
Wir wählten die Feigenbaumsklippe am Rand des Käste-Plateaus hoch über dem Okertal, für unsere Station aus. Unsere Kinder sollten zunächst etwas vorklettern und damit die familienfreundliche Bandbreite des Sportkletterns demonstrieren - dem Publikum nahebringen, daß Sportklettern kein obskures Treiben halbnackter Hasardeure in dunklen Wäldern ist, sondern für alle, ob jung oder alt, ein schöner und gesunder Sport ist. Die Wahrnehmung und Verankerung unseres Sports in der Öffentlichkeit als familientauglicher Breitensport ist uns nicht nur wegen unseren Mitgliederzahlen, sondern auch wegen den zunehmenden Restriktionen und Sperrungen wichtig. Bereits bei einem Probelauf am Tag vorher zeigte sich großes Interesse von zufällig vorbeikommenden Wanderern. Am Sonntag hatten wir dann etwa 100 Interessenten, von denen wir auf 2 eingerichteten Top-Rope-Linien etwa 35 klettern lassen konnten, darunter auch wichtige Entscheidungsträger aus Forstverwaltung und Naturschutz. Die Begeisterung war groß und wir bekamen viele Anfragen nach weiterführenden Klettermöglichkeiten und DAV-Mitgliedschaften. Forstverwaltung und teilweise auch Naturschutz zeigten sich unseren Anliegen gegenüber sehr aufgeschlossen.
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An einer weiteren Station an der Mooswand zeigten DAV Braunschweig und IG Klettern Niedersachsen in Personalunion (Axel Hake), daß Klettern und Naturschutz durchaus verträglich miteinander existieren können. An der Mooswand ist das Zonenkonzept umgesetzt - dort gibt es an ein und demselben Fels sowohl Naturschutzzonen wie Kletterzonen. Nach einem langen Kletter-Sonntag bei strahlendem Sonnenschein und kristallklarer Luft machten wir uns dann durch die freigestellte Felslandschaft des Kästeplateaus (Tipp: Hingehen, ansehen und auch mal ein paar Züge probieren) auf zum Kästehaus, wo wir uns an der berühmten Heidelbeer-Buttermilch und dem hausgemachten Kuchen von Frau Stecher stärkten und den Tag ausklingen ließen. Vielleicht sollten wir derartige Vorführungen an hochfrequentierten Punkten des Harzes regelmäßig ein- bis zweimal im Jahr durchzuführen.
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