Berichte

Ilonas Alpenüberquerung 2003:

Wie kommt man (frau) auf so was???
Gelesen habe ich davon im „Summit Club Katalog“. Da ich mich gern in der Natur und mit Muskelkraft bewege, dachte ich, das ist was für dich.
Voraussetzung war allerdings Kondition, ein Moutainbiketraining, das Rad auch mal zu schieben oder zu tragen und die Bereitschaft in den Bergen auch mal in einer Hütte zu übernachten.
Los ging es in Oberstdorf, Empfang von den “Heckmairs”, die für die Organisation zu ständig sind und dem Micha, unserem Guide.
 
Am zweiten Tag geht’s los.
Der erster Pass, das Oberjoch, 1130 m, wird die erste “Prüfung” unserer Tour.
Doch geht es zunächst flach und locker entlang des Illerdamms nach Hindelang. Dann wird’s zum
Pass hinauf kurz steil, doch schon fahren wir nach der Passhöhe hinab ins Tannheimertal.
Highlight des ersten Tages ist sicherlich die Abfahrt über den alten Gaichtpass hinunter ins Lechtal.
Die Berge sind noch weit entfernt
 
Tannheimertal
Heute der dritter Tag, führt unser Weg durch das Lechtal, ein wildromantische Tal. Dann hoch zum
Hahntenn-Joch, der heutige Höhepunkt des Tages. Übernachtet wird in der nähe von Imst.
geschafft, Regina, Ilona, Victoria und unser Gl ücksbringer
Am vierten Tag geht die Tour im Ötztal hoch bis nach Zwieselstein, 1470 m. Dieses Teilstück folgt
immer leicht bergauf und bergab dem alten Jacobsweg, dem berühmten europäischen Pilgerweg,
der zum Weltkulturerbe erklärt wurde. Ab Zwieselstein fahren wir ins Venter Tal, hinauf ins
gleichnamige Bergsteigerdorf unterhalb der Ötztaler Wildspitze.
Schlecht Wetter droht
Am fünften Tag dann die anstrengendste Etappe, rauf auf 3019m, zur Similaunhütte, aber wir
werden immer wieder mit erstklassigen Aussichten und Eindrücken auf die Gletscherszenerie
belohnt
"Sportlich unser Volker "
 
"Nur was für Downhill(er)"
Ab einer gewissen Höhe ist schieben angesagt, das Gelände ist zu verblockt. Ein schlecht
Wettereinbruch setzt noch eins drauf, durch Eis und Schnee tragen wir unsere Räder zur Hütte.
Die Hütte ist gut geheizt und recht gemütlich.
Blick aus der Similaun H ütte
 
"Sehr gemütlich"
Nächster Tag immer noch Schnee und Eis, mit tragen und rutschen geht es abwärts.
Dann die letzte steile Abfahrt und wir haben den Talboden des Vintschgau an der Etsch erreicht.
Am Etschdamm entlang geht es bis nach Meran.
schön langsam das ja nichts passiert
 
Wo ist mein Rad?
Am siebten Tag geht es zurück mit dem Bus nach Oberstdorf. 5300 Hm und 250 Km haben wir in
den fünf Tagen hinter uns gebracht. Am Ziel sind wir uns einig: Das war nicht unsere letzte
Alpenüberquerung, am Besten wieder mit der gleichen Gruppe
Ilona Wächter