Berichte |
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2002 |
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Sextener Dolomiten - Zwischen Trubel und Einsamkeit |
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Eine traumhafte Tour, die an Abwechslung nicht zu übertreffen ist Am Samstag den 07.09.02 starteten
Uli als Touren-Guide, Martina S. und ich morgens um
2 Uhr in Richtung Misurina See um uns mit Claudia G.
(Gassi ) um12 Uhr an der Seilbahn zu treffen. Fast
pünktlich erreichten wir bei sonnigem Wetter unser
Ziel. |
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Misurina-See,
Col de Varda-Lift
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Wir starteten unseren Weg
zum Rifugio Fonda Savio. Doch schon der erste Aufschrei.
Die ersten 50 Meter lagen hinter uns und wir hatten 25%
Schwund. Nichts zu sehen und hören von Martina S.
Nach einigen Rufen kam sie grinsend hinter uns her. Kappe
und Fernglas mussten noch verstaut werden und so brauchte
sie eben noch Zeit. Na, das ging ja gut los. |
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Rif.
Frat. Fonda-Savio
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Sonntag der
08.09.02: Bei sonnigem Wetter und sehr guter Sicht lag
heute ein abwechslungsreicher langer Tag vor uns. |
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unterhalb
der Gams-Scharte
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Eine urige, gemütliche
kleine Hütte, die uns Uli unbedingt zeigen wollte. Hatten wir ein Glück. |
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Büllelejoch-Hütte
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Montag 09.09.02:
Wir starteten bei sonnigem Wetter und erreichten nach
einer Stunde die Carducci-Hütte. Weiter ungefähr
20 Min. leicht abwärts hatten wir nun einen satten
Anstieg über eine “schnuckelige“ steile
Geröllschlucht zum Gabriella- Klettersteig vor uns. |
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Ferr.
Cengia Gabriella
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Die Kletterei rauf fanden
wir alle Klasse. Aber runter, na ja alle waren begeistert,
aber ich hatte ehrlich gesagt gemischte Gefühle,
nachdem mir eine Sicherung entgegen kam. |
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Ferr.
Roghel
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| Dienstag 10.09.02:
Der Wecker klingelte erbarmungslos. Draußen sah es
trübe aus und die Regenwahrscheinlichkeit lag bei
85%. Na dann. Wir stiegen über die Gamsscharte bis zum Bivacco Piovan. Der Nebel hatte sich verzogen, und in der warmen Sonne genossen wir in eindrucksvoller Stille unsere Brotzeit. Es war etwa 12:30 Uhr und Uli hatte eine lange Tour geplant. Da wir über der angegebenen Gehzeit lagen, schätzte er die Tour bis ca. 19 Uhr ein. Na ja, erstmal ging es weiter: wir überquerten ein steiles Geröllfeld und stiegen hinauf Richtung Forc. Anna. Ein schwieriger Anstieg wie sich herausstellte. |
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Pause
am Biv. Piovan
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Die Markierungen waren weg und
unter uns kam einiges in Bewegung (Mittlerweile ein bekanntes Gefühl). Aber die aufkommenden Wolken gefielen uns überhaupt nicht. Wir beschlossen um zukehren. Es folgte ein langer Abstieg durch's Geröllkar zur Lunelli-Hütte im Tal. Von dort aus ging es wieder hinauf zur Berti-Hütte. Diesmal erwischte uns der Regen ca. 1/2 Stunde vor der Hütte. Triefend nass erreichten wir unser Ziel. |
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Cadin
del Bagni
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Mittwoch 11.09.02:
Bei leichtem Nieselregen starteten wir Richtung Rotwand.
Der Zandonella-Klettersteig wartete auf uns. Im Nebel kamen wir dem leicht mit Neuschnee überzogenem
Gipfel der Rotwand ( 2965 ) immer näher. Unsere
Stimmung war gut. |
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Ferr.
Zandonella
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Wir fanden Granatsplitter,
Gewehrkugeln, einen Uniformknopf und vieles mehr. |
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verfallene
Kriegsstellung
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| Donnerstag 12.09.02
: Bei strahlendem Sonnenschein und mit einem reichhaltigen
Frühstück im Bauch ging es los zur Seilbahn und
talwärts, ins Fischlein-Tal. Auf halbem Weg zwischen Sexten- Moos und Talschluss-Hütte bogen wir rechts ab und stiegen, in Shorts und T-Shirt, los zur Steinalpenscharte an der Dreischuster-Spitze. Nach einem abenteuerlichen 1000m-Aufstieg in einem weglosen Kar erreichten wir nach langer Zeit für uns unüberwindliche Felsriegel. Wir genossen herrliche Ausblicke zum Karnischen Hauptkamm, auf die Sextener Rotwand (unsere Tour vom Vortag) und beobachteten Adler, die über unseren Köpfen kreisten. Wir hatten das Gefühl allein auf der Welt zu sein. Einsamkeit pur. Es war einfach schön. Wie sich herausstellte, verlor sich der Weg in steilen geröll- und Grasflanken, und die Scharte konnten wir heute nicht überqueren. Uli kletterte noch einige Zeit im Fels, um irgendwelche Spuren zu finden, beschloss dann aber, daß wir umkehren. Es war zu spät und zu gefährlich. Schade, aber nicht zu ändern. |
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auf
dem Weg zur Steinalpenscharte
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Gassi fand eine Wegmarkierung,
auf der stand SU, und für sie war klar: Sinnloses
Unternehmen. |
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auf
dem Weg zur Steinalpenscharte
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Freitag 13.09.02
: Wieder gut gestärkt, starteten wir über Rauhreif-überzogene
Wiesen. Mit schnellen Schritten erreichten wir das Wildgrabenjoch
(2289m). Wir lagen super in der Zeit. |
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der "Weg" unter
den Rautkofel
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mühsam über Sandhänge
und stark abfallendes Geröll die Felswände
am Fuße des Rautkofels. |
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der "Weg" unter
den Rautkofel
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Der Weg ist nur absolut sicheren,
erfahrenen Gehern zu empfehlen, er ist bröselig,
verfallen und sehr anspruchsvoll. Aber als starkes Team
schafften wir auch diese Herausforderung. |
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der "Weg" unter
den Rautkofel |
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| Somit hatte Martina
S. auch nicht (wie an den anderen Tagen) Gelegenheit, den
von anderen Bergwanderern liegengelassenen Müll mitzunehmen. Und dann die Frage von Martina S.: "Uli, bist du hier eigentlich für uns verantwortlich ? Mußt Du die Konsequenzen tragen, wenn uns was passiert?" brachte uns alle zum lachen. |
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der "Weg" unter
den Rautkofel |
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Dieser Tag war für uns
das Highlight der Woche. Einmalige Aussichten, fantastische
Erlebnisse und jede Menge Kriegsschrott im Rucksack.
Uli trug durch den Fund eines riesigen Granatsplitters
ca. 5 kg mehr. |
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Blick
vom Rautkofel zu den Drei Zinnen |
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Samstag 14.09.02: Uli,
Martina S.und Gassi starteten bei strahlendem Sonnenschein
hoch zum Monte Piano. Da mein Knie heftig schmerzte,
besorgte ich mir eine Mitfahrgelegenheit zum Misurina
See, um wie besprochen, das Auto zu holen und hoch zum
Monte Piano zu fahren um die anderen abzuholen. |
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Cristallo-Gruppe
vom Mte. Piano
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| Oben angekommen ließen
die Drei nicht lange auf sich warten. Gemeinsam genossen wir das Panorama der umliegenden Berge. Ein ganzer Teil unserer gegangenen Tour war zu sehen, und wieder die Cadini-Gruppe, diesmal zu unserer Linken. Wir fuhren mit dem Jeep wieder in's Tal und ließen bei gekühlten Getränken und einer Pizza eine wunderbare Woche ausklingen. Um 14 Uhr fuhren wir Richtung Heimat. Martina H. |
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Misurina
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